EuroLSJ

EuroLSJ ist ein von Erhard Steller entwickeltes Sprachsystem und interlinguistisches Projekt. Der Name steht für European Language System for Journalism (bzw. für allgemeine interlingual-europäische Kommunikation). Das Konzept verfolgt einen etwas anderen Ansatz als klassische Plansprachen wie Esperanto oder Interlingua: Es kombiniert ein standardisiertes, europäisch ausgerichtetes Schriftsystem mit variablen Grammatik- und Wortschatzmodulen, um die Lesbarkeit in allen europäischen Regionen zu maximieren.

Die wichtigsten Merkmale und Kernkonzepte:

  • Das Prinzip der maximalen Wiedererkennung:
    • EuroLSJ nutzt statistische Gemeinsamkeiten der europäischen Schriftsprachen (Romanisch, Germanisch, Slawisch, Baltisch etc.).
    • Wörter und grammatikalische Strukturen werden so gewählt, dass ein europäischer Muttersprachler den Text ohne langes Vokabellernen auf Anhieb versteht.
  • Modulare/Zwei-Stufen-Struktur:
    • EuroLSJ Standard: Eine voll ausgearbeitete europäische Brückensprache mit einem gemeinsamen Stammwortschatz und reduzierter, regelmäßiger Grammatik.
    • Regionale Varianten (EuroLSJ Zonal): Anpassungen der Sprache an spezifische Sprachfamilien, um innerhalb einer Region (z. B. für slawische oder romanische Muttersprachler) noch höhere Verständlichkeit zu bieten.
  • Rechtschreibung und Phonetik:
    • Verwendung des lateinischen Alphabets mit einer weitgehend lautgetreuen (phonetischen) Rechtschreibung.
    • Konsequenter Verzicht auf unregelmäßige Ausnahmen oder historisch gewachsene Schreibweisen, die das Lesen erschweren.
  • Zielsetzung:
    • EuroLSJ soll vor allem als praktische Informations- und Mediensprache (z. B. für Nachrichten, Dokumentationen und Europa-Politik) dienen.
    • Es versteht sich als Werkzeug zur Überwindung von Sprachbarrieren und zur Stärkung eines gemeinsamen europäischen Bewusstseins, ohne die nationalen Einzelsprachen zu verdrängen.